“Where we meet”: Maike Rosa Vogel im Theater Akzent


Sven Regener, Frontmann von „Element of Crime“ und Vater von „Herr Lehmann“, fördert sie, produziert sie (und ihr Album „Unvollkommen“), nimmt sie als Support mit auf Tour. Ist ihr größter Fan. Sie sang für Konstantin Gropper („Get Well Soon“) im Hintergrund, später als „deutsche Liedermacherin“ an seiner Seite: Mit Gropper hat die Absolventin der Popakademie Baden-Württemberg etwa Michael Glawoggers „Whores’ Glory“ eine musikalische Interpretation geschenkt. Auch Doris Dörrie („Glück“) besang sie – wie auch das Maxim Gorki Theater Berlin („Glasmenagerie“). Sie bediente sich an der 68er-gefärbten Plattensammlung ihrer Eltern, an Bob Dylan, an Conor Oberst, an Sinéad O’Connor.

Die ebenso eigentümliche wie charmante Berliner Musikerin Maike Rosa Vogel ist eine, die unbekümmert unverstellt von Herzen erzählt, von Liebe, von Sehnsucht. In tollen, kantigen Bildern, unterlegt von einer Gitarre, der alles abverlangt wird. Das „Rosa“ in ihrem Namen entliehen sich ihre Eltern von Rosa Luxemburg, die „Bravo“ prägte sie ebenso wie die Entdeckung der Hamburger Schule.

Am 8. und 9. Oktober wird Sven Regeners Vorzugsschülerin das Theater Akzent besuchen – auf Tour mit ihrem neuen Album „Fünf Minuten“. Dann ist von Alkohol und Ballett, von Ehebruch und miesen Jobs, von Hippies und Kornfeldern die Rede. Im Vorjahr ausverkauft, muss man wohl jetzt schon darauf hinweisen, dass der Vorverkauf ab sofort läuft … Hinreißend schön!

Um Sven Regener schwärmen zu lassen:
„Maike Rosa Vogel ein Talent zu nennen, wäre lächerlich. Sie ist über diesen Status längst hinaus. Ihre Stimme, die Lieder, die sie schreibt, ihre Art des Vortrags auf großen wie auf kleinen Bühnen, das alles ist einzigartig und verbietet jeden Vergleich. Wer erlebt hat, wie sie als Vorprogramm und also im Grunde unerwünscht vor 2000 Leute tritt, alleine, und die Leute, die doch eigentlich wegen etwas ganz anderem gekommen sind, vom ersten Lied an in ihren Bann schlägt, so sehr, dass man ihr später alle mitgebrachten CDs aus den Händen reißt, weiß das. Ich hatte das Glück, bei den Aufnahmen von „Unvollkommen” dabei sein zu dürfen. Viel mehr als Dabeisein war es nicht, denn wenn Maike ihre Lieder einspielt, live und meist mit dem ersten Take, dann sitzt man ja nur mit offenem Mund daneben und fragt sich, womit man das verdient hat. Was sie macht, ist vertraut und neu zugleich, und ich konnte viel von ihr lernen. Ansonsten ging es bloß darum, sie sich selbst sein zu lassen und der schlichten Schönheit ihres Spiels den nötigen Raum zu geben. Das Ergebnis ist bezaubernd, und wer Maike einmal gehört hat, wird sie nie wieder vergessen. Künstler wie Maike gibt es nicht viele. Man kann sie nicht machen und man kann sie nicht formen, sie sind da und sie sind perfekt. Die einzige, die ihre Platte „Unvollkommen” nennen darf, ist Maike selbst!”

Nun denn:

Maike Rosa Vogel „Fünf Minuten Tour 2012“
8. und 9. Oktober, Theater Akzent Wien, www.akzent.at
www.maikerosavogel.com

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